Herbstprojektwoche

Projektwoche: "So schön ist der Herbst"

Aufregende Woche in der „Flexible Grundschule“

GNOTZHEIM – Für die Schülerinnen und Schüler der Flexiblen Klassen in der Astrid Lindgren Schule Gnotzheim organisierte die Lehrerin Ruth Maria Kutzner eine Projektwoche zum Thema „So schön ist der Herbst“. Parallel dazu führte Rektorin Ingrid Pappler eine computerbasierte Lernstandsdiagnose für die Kinder der „Flexklassen“ durch.

Projektwoche „So schön ist der Herbst“

Ruth Maria Kutzner bereitete 16 unterschiedlichste Stationen zum Thema Herbst vor. Hier konnten die Kinder mit allen Sinnen diese Jahreszeit erleben und erfahren. Dabei kamen auch die Lernbereiche Mathematik und Deutsch nicht zu kurz. Unteranderem durften die Schülerinnen und Schüler, unterstützt durch die Fachlehrerin Sabine Kriesch-Pfister Igelchen aus Ton formen. Die Lehramtsanwärterin Nicole Reichert und Aileen Watzka, die in dieser Woche ihr Orientierungspraktikum absolvierte, standen Ruth Maria Kutzner zur Seite und betreuten einige Stationen. Einen besonderen Dank sprach Rektorin Ingrid Pappler zahlreichen Eltern aus, die sich kurzfristig bereiterklärten mitzuhelfen. So übernahmen Eltern die Betreuung einzelner Stationen, wie zum Beispiel Apfelsaftpressen, Basteln von Naturmandalas oder Herbstblätter-Frottage. Fünf Tage lang herrschte ein reges Treiben im und außerhalb des Schulgebäudes. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Das Bedienen der Apfelsaftpresse erfreute sich besonderer Beliebtheit. Schnell sammelten die Kinder der Lönneberga- und Bullerbü-Klasse im Pfarrgarten Äpfel und Birnen, wuschen, zerkleinerten und pressten die Früchte, um anschließend den köstlichen Saft sofort zu verzehren. Frisch gepresst schmeckt der Apfelsaft einfach am besten.

Erhebung der Lernausgangslage

Das Konzept des Schulversuchs „Flexible Grundschule“ sieht vor, dass in den ersten Schulwochen eine Erhebung der individuellen Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler durch ein bestimmtes Verfahren durchgeführt wird. Das wissenschaftlich fundierte Verfahren unterstützt die Lehrkräfte dabei, die Kinder besser kennen zu lernen und gibt Aufschluss über deren individuelle Lernvoraussetzungen.

Die Projektarbeit „So schön ist der Herbst“ ermöglichte es, den Schülerinnen und Schülern, ohne Unterrichtsstoff zu versäumen, die computerbasierte Lernstandsdiagnose während der Schulzeit zu absolvieren. Dabei handelt es sich um eine adaptive Einzeltestung, die am Computer zusammen mit einem Lehrer stattfindet. Der zeitliche Aufwand ist enorm, da man pro Kind ca. 30 Minuten für die Testung einplanen muss. Diese Erfassung der Lernausgangslage, die für die Modellschulen „Flexible Grundschule“, verpflichtend ist, gibt detaillierte Auskunft über den aktuellen Lernstand eines jeden Kindes. „Es ist ein tolles Instrument. Ich kenne kein besseres.“, äußerte sich Ingrid Pappler, die zusammen mit Martina Heidingsfelder die Testungen durchführte. Die Ergebnisse der Erhebung werden im Jahrgangsstufenteam analysiert und ausgewertet. Die Einzelergebnisse werden mit den jeweiligen Eltern ebenfalls besprochen.

Kutzner und Pappler sind sich einig: Auch wenn die unterrichtliche Vor- und Nachbereitung in der „Flexiblen Grundschule“ mit einem hohen Maß an Arbeit verbunden ist, lohnt sich es sich!

„Bildungspolitisch ist es der richtige Schritt in die richtige Richtung! Das Konzept der „Flexiblen Grundschule“ wird langfristig unser herkömmliches Bild von grundlegender Bildung prägen und verändern“, resümiert Ingrid Pappler.

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