Kürbisfest der Astrid-Lindgren-Schule

Wir stellen unseren Maibaum auf!

Es war Donnerstag, der 27. Oktober 2016. Noch war es ruhig in der Astrid-Lindgren-Schule. Aber man munkelte, dass sich am späten Nachmittag die Kürbisgeister treffen wollten. Es hatte noch nicht fünf Uhr geschlagen, da füllten sich die Räume mit Kindern, Eltern und Lehrerinnen, schwer bepackt mit Utensilien, die nur Eingeweihte wissen anzuwenden. Unsere Schulleiterin Frau Pappler begrüßte die Schar und weihte sie in die Geheimnisse des Kommenden ein. Das Lied „Der Herbst ist da“ stimmte alle so richtig herbstlich und wohlgemut und zeigte, dass diese Jahreszeit nicht nur trist und grau sein muss. Mit den richtigen Ideen lässt sich sogar ein schummriger Herbstabend mit leuchtenden Kürbissen aufhellen. Alsdann füllten sich die Räume der Klassen mit geschäftigen Kindern, mit Papa und Mama im Anschlag. Mit Hilfe unterschiedlichster bereit gelegter Schablonen und wertvollsten Prickelnadeln wurden die Kürbisse auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Da wurde gepiekst, gesägt, geschnitten und geschnitzt, um die wilden Gesellen in Form zu bringen. Mit Löffeln, Schöpfkellen und sogar mit blosen Händen wurden die Kürbisse ausgehöhlt. Im Nu erstanden aus leblosen Kürbissen mit kundiger Hand Geister aller Art, denen mit Licht das Leben eingehaucht wurde. Und so gab es nicht nur Licht in den Dämmerstunden, sondern auch noch leckere warme Kürbissuppe bei den Schulfamilien zuhause. Schon dämmerte es draußen, als in den Klassenzimmern langsam wieder Ruhe einkehrte und die letzten Spuren der Arbeiten beseitigt wurden. Die Spuren aller Anwesenden verloren sich im Keller der Schule, wo im Werkraum bereits in gefräßiger Stille Kartoffeln und Quark genüsslich verspeist wurden, während sich in der Aula die Kürbisgeister ihr Stelldichein gaben. Wohl weislich hatte der Elternbeirat dem Anlass und der Jahreszeit entsprechend mit heißen Pellkartoffeln und vorzüglichem Kräuterquark ein wahres Herbst-Festessen zur Stärkung der Kürbisschnitzer vorbereitet. Die Kartoffeln der Sorte „Astrid-Lindgren“ stammten übrigens alle, wie der Name schon sagt, aus dem eigenen Schulgarten, wo sie den Sommer über biologisch dynamisch auf ihren Einsatz im Herbst zur Kürbiszeit warteten und von fleißigen Schülerhänden kurze Zeit vorher in einem Nachmittag-Einsatz geerntet wurden. Und für ganz Unersättliche konnten die 5 Kilo-Säcke Kartoffeln gegen zwei Euro oder gerne auch mehr, für zu Hause mitgenommen werden. Schaurig und satt endete der Abend, so wie es sein soll an einem Kürbisfest. Und manche der gruseligen Gesellen durften sogar die Nacht in der Aula verbringen und die Schüler am nächsten Morgen noch an einen wunderschönen und geselligen Bastellnachmittag erinnern.

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