Lange Reise der Banane

„Gesundheit und Nachhaltigkeit“ an Grundschule Gnotzheim

Reger Andrang herrschte beim Herbstfest der Gnotzheimer Astrid-Lindgren-Schule an der Apfelsaftpresse, wo die Schüler von Manfred Pappler jun. unterstützt wurden.

GNOTZHEIM – Es ist mittlerweile schon Tradition, dass die Astrid-Lindgren-Grundschule Gnotzheim im Oktober ein Herbstfest veranstaltet. Dieses Jahr war das Fest der Höhepunkt der Projektwoche zur „Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus heuer unter das Motto „Mobilität“ gestellt worden war.

Jede Klasse beschäftigte sich in diesem Rahmen und dem Alter entsprechend mit dem vorgegebenen Thema. Für die jüngeren Schüler aus den beiden flexiblen Klassen stand die persönliche Gesundheit im Vordergrund. So wurde in der Lönneberga-Klasse im Sportunterricht ein Fitness-Test durchgeführt und besonders auf ein gesundes Pausenfrühstück Wert gelegt. Die von zu Hause mitgebrachten Pausenbrote wurden mit regionalen Gemüsepommes mit Kräuterquark aufgepeppt.

Die Kinder aus der Bullerbü-Klasse recherchierten im Internet, um herauszufinden, wie viele Kilometer eine Banane reisen musste, bis sie bei uns im Supermarkt zu kaufen ist. Fleißig sammelten sie Obst und Gemüse, das in und um Gnotzheim herum wächst. Die 2. Klasse setzte sich gemeinsam zunächst mit der Bedeutung des Begriffs „Mobilität“ auseinander. Anschließend griffen sich die Drittklässler drei Aspekte heraus, denen in ihrem Alltag und dem ihrer Familie besondere Bedeutung zukommt. Zu den Unterbereichen „Fahrrad fahren“, „zu Fuß gehen“ sowie „Fahrgemeinschaften bilden“ gestalteten sie Plakate und hielten kurze Vorträge.

„Bist du schon so weit gereist wie dein Essen?“ Unter diesem Aspekt untersuchte die 4. Klasse die Herkunft vieler Lebensmittel, die allwöchentlich in den Prospekten der hiesigen Supermärkte und Discounter angeboten werden. Die Schüler und Schülerinnen stellten dabei erstaunt fest, dass neben exotischen Früchten auch sehr viele Lebensmittel aus dem teils fernen Ausland eingeführt werden, obwohl diese eigentlich in der Region heimisch sind. Im Rahmen einer kleinen Ausstellung in der Aula versuchten sie diese Tatsache ihren Mitschülern und Eltern nahe zu bringen.

Das abschließende Herbstfest läuteten die 3. und 4. Klasse mit einem Herbstlied mit Instrumentalbegleitung ein. Anschließend prämierte der Obst- und Gartenbauverein Gnotzheim-Spielberg die größten Kürbisse, die die Kinder gezüchtet hatten.

Nun standen verschiedene Aktivitäten zur Wahl. Die Schüler konnten schaurige und lustige Gesichter in ihre Kürbisse schnitzen oder vor dem Schulhaus unter fachkundiger Anleitung Äpfel und Birnen aus dem Gnotzheimer Pfarrgarten zu Saft pressen. Im Werkraum wurden Pellkartoffeln mit Butter und Kräuterquark gereicht. Die Erdäpfel stammen aus dem schuleigenen Biokartoffelfeld, das in gemeinsamer Arbeit aller Klassen abgeerntet wurde.

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