Start in die "Flexible Grundschule"

Astrid-Lindgren-Schule Gnotzheim startet in den Schulversuch „Flexible Grundschule“

GNOTZHEIM Mit einer beschwingten Feier startete die Schulgemeinschaft der Astrid Lindgren Schule Gnotzheim in den Schulversuch „Flexible Grundschule“. Die aufgeregten und neugierigen ABC-Schützen erlebten auf diese Weise einen besonderen Start in ihre Schulzeit.

Mit dem Lied „Herzlich willkommen, ihr lieben Leute“ wurden die 17 Schulanfänger, deren Eltern, Paten, Geschwister und Großeltern in der überfüllten Aula begrüßt. „Herzlich willkommen zur Schulanfangsfeier, herzlich willkommen in der Flexiblen Grundschule“, waren die ersten Worte, die Rektorin Ingrid Pappler an die Schulkinder und Gäste richtete. Als Ehrengäste durfte sie Landrat Gerhard Wägemann, Schulrat Hermann Balk und Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzenden Josef Weiß sehr herzlich willkommen heißen. Ein besonderer Dank galt Silke Pawlicki, Zweigstellenleiterin der Sparkasse Gnotzheim. Ihr war es zu verdanken, dass im Anschluss an die Feierlichkeit viele bunte Luftballons abheben durften.

 

Mit dem chinesischen Spruch „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“ machte die Rektorin nicht nur den Erstklässlern, Mut, auch die Zweitklässler waren angesprochen, da sie ab diesem Schuljahr in zwei „Flexiblen Klassen“ jahrgangskombiniert unterrichtet werden. Pappler bezog sich nochmal auf das chinesische Sprichwort und fügte an, dass keiner weiß, wie lange oder wie schwer dieser Weg sein wird, aber sie versicherte den Schulkindern, dass sie sich darauf verlassen können, an die Hand genommen zu werden. Das Lerntempo darf in der „Flexiblen Grundschule“ jeder selbst bestimmen. „Manche werden mit großen Schritten vorangehen, andere gehen langsamer, müssen zwischendurch verschnaufen, das alles ist in der „Flexiblen Grundschule“ möglich, wir dürfen dabei nur das Ziel nicht aus den Augen lassen.“, erklärte Pappler.

Bürgermeister Weiß brachte seine Freude zum Ausdruck, dass „seine“ Astrid Lindgren Schule ab diesem Schuljahr zu den 80 Modellschulen Bayerns gehört. Auch er ist von dem Konzept überzeugt und sieht im Unterrichten von jahrgangskombinierten Klassen nicht nur eine pädagogische Chance, er sieht es auch als auch Chance, den Standort von kleinen ländlichen Schulen zu sichern. Landrat Gerhard Wägemann, der als Landtagsabgeordneter bei der Verwirklichung des Schulversuchs „Flexible Grundschule“ involviert war, zeigte sich sehr erfreut, dass sich die Astrid Lindgren Schule, als einzige Schule im Landkreis auf den Weg in den Modellversuch macht.

Er dankte den Eltern, Lehrkräften und dem Sachaufwandsträger für die uneingeschränkte Einigkeit, sich für den Modellversuch zu bewerben. Wägemann ist sich sicher, dass die Astrid Lindgren Schule in Kürze unter den Modellschulen eine besondere Stellung einnehmen wird. „Sie, liebe Eltern werden es nicht bereuen“, versicherte er den Eltern.

Ebenso zuversichtlich zeigte sich Schulrat Hermann Balk. Auch er ist von der Idee der flexiblen Eingangsstufe und der unterschiedlichen Verweildauer überzeugt. Balk lobte das Engagement des Kollegiums der Astrid Lindgren Schule und dankte der Schulleiterin für die Bereitschaft neue Wege zu gehen.

Anschließend führten Kinder der 2. bis 4. Klasse ein beeindruckendes Theaterstück: „Jule und die Riesin“ auf. Dafür kamen die Kinder während der Ferien freiwillig in die Schule um mit der Lehrerin Ruth Maria Kutzner zu proben. Das Publikum dankte der Theatergruppe und Frau Kutzner mit einem tosenden Applaus.

Mit dem Lied „Schule ist mehr“ zeigten die Kinder deutlich, dass Schule viel mehr bedeutet als pauken und quälen.

Zu guter Letzt erhielt jedes Kind einen Gasluftballon, knotete eine Karte mit seinen Wünschen für das neue Schuljahr daran und auf Kommando ließen alle Grundschüler der Astrid Lindgren Schule ihre Wünsche in einen leuchtend blauen Himmel steigen.

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